Auf dieser Seite findest Du einige kurze Ausschnitte aus dem Manuskript für das künftige Buch "Entfaltung des Regenbogenbuddhas"
mit Texten und Malereien von Socrates Geens.

   
Den Weg der Entfaltung des Regenbogenbuddhas zu folgen ist eine Einladung an die Gewahrseinentfaltung der inneren feinstofflichen Energieflüsse.

In den vielfältigen unterschiedlichen spirituellen Traditionen und Mysterienschulen, die bewusst mit dem inneren subtilen Energiesystem arbeiten, wurden Karten zur Orientierung auf dem spirituellen Weg geschaffen. Diese Karten sind mit herkömmlichen konventionellen Karten vergleichbar, mit ihrem kulturspezifischen Ausdruck und mit dem Hinzufügen oder Weglassen von bestimmten Aspekten.

Es ist gut sich zu erinnern, dass eine Karte eben nur eine Karte ist. Es ist also ratsam diese Karten nicht rigide auf unsere eigene individuelle Wesensart zu projizieren. Mit zu festen Konzepten werden wir unserer einzigartigen, individuellen Verfassung nicht gerecht.

Während das "Entfaltung des Regenbogenbuddhas" Seminars verwenden wir die 7 Hauptzentren feinstofflicher Energie als Orientierungshilfe. Diese Grundlage kann aber niemals unsere eigene direkte Erforschung und Erfahrung ersetzen.
Immer wieder ist es erhellend zu verstehen, das unsere spirituellen Reise uns nicht irgendwo weit weg hinführen will. Unser Reiseziel ist immer "Hier". Das Reisedatum ist immer "Jetzt". Es gibt nichts zu konstruieren was es Hier und Jetzt noch nicht gibt. Wir sind schon immer da, nur schlafen wir meistens zu tief um uns unserer wahren Natur bewusst zu sein. Schlafen heisst nicht im Hier und Jetzt zu sein. Schlafen heisst verstrickt zu sein in der Vergangenheit und der Zukunft, Basis aller illusorischen Identifikationen.

Wenn wir ganzlich "Hier" sind, gehen wir ein in die Unendlichkeit. Wenn wir ganz im "Jetzt" sind, offenbart sich Ewigkeit. Die Entfaltung des Regenbogenbuddhas ist im Grunde nichts anderes als ein Erwachungsprozess in das Hier und Jetzt.
Viele spirituelle Lehrer sehen die Welt als das Ergebnis reiner Freude des Absoluten am Erschaffen.

Der Mensch steht genau in der Mitte zwischen den Erscheinungsformen von niederen Formen des Bewusstseins und den höheren. Dies ist eine Stress-Situation, weil wir uns selbst reflektieren und hinterfragen können, aber wir bekommen nicht so schnell die Antworten.

Anderseits sind wir genau wegen dieser einmaligen Position beschenkt, mit dem Potenzial des Suchens und dem Potenzial des entgültigen Auflösens all unsrer Fragen.

Unsere spirituelle Reise besteht darin, zurück zu unserem nicht-dualen Ursprung zu finden.

Kundalini ist wie ein Zug, der darauf wartet, uns nach Hause zu bringen.  Die 7 Chakren sind wie die wichtigsten Hauptbahnhöfe auf diesem Weg.

Warum dies alles letztendlich so ist, bleibt ein Mysterium, das wir nie begreifen können. Sehr wohl aber können wir uns in dieses Mysterium hinein begeben und eins mit ihm werden.
Das Wurzelchakra ist unsere energetische Verbindung zur Mutter Erde, mit dem großen Lebensstrom. Das Schlüsselwort ist hier "Erdung". Hier findet ein ständiger Austausch zwischen uns und der Erdenergie statt.

So wie jedes Chakra seine ganz eigene Art von Spannungen hat, ist es das Basisverlangen zum Leben selbst, das das erste Chakra kennzeichnet. Problematiken bezüglich unsere Grundbedürfnisse kreieren entscheidend Unfrieden und Disharmonie in der erste Ebene. Es entstehen Blockaden und eingefrorene Energieballen.  
Das 2. Chakra ist das Zentrum unserer energetischen Verbindung mit unserer Umgebung.
Ein harmonisch entwickeltes 2. Chakra beschehrt uns einen ausgewogenen Austausch mit unserem Lebensraum. Wir sind im Fluss. Geben und Nehmen sind in Gleichgewicht.

Als Baby, und bedingt auch als Kind, sind wir für unser Überleben abhängig von anderen. Wir benötigen physische und emotionale Nahrung. Alle diesbezüglichen Muster und Abläufe werden uns tief prägen. Die wichtigsten Bezugspersonen sind meistens die Eltern. Die Impressionen und der frühe Austausch mit beiden Eltern, prägt unser späteres Verhalten mit beiden Geschlechtern.

Negativ werden sich vor allem erlittene Schocks einprägen, sowohl körperliche als auch seelische. Oft sind auf der Ebene der ersten zwei Chakren Folgen von Traumata vorhanden. Sie haben statt gefunden, bevor sich unser Intellekt und unsere Kommunikationsfähigkeit voll entwicklen konnten. Daher gestaltet sich die Heilung der energetischen Folgen dieser Erschütterungen selten als einfach.

Oft werden wir einen Weg der Heilung gehen müssen, wenn wir die Qualitäten der ersten zwei Chakren geniessen und ihre Kräfte für unseren weiteren Weg nützen möchten.

Einen direkten Zugang über spezifische Körper- und Energiearbeit, wie er z.B. in dem Seminar "Entfaltung des Regenbogenbuddhas" angeboten wird, kann oft hilfreich sein.  
Mit dem 3. Chakra fängt unser Ego an sich durchzusetzen. Wir distanzieren uns von der Tierwelt, die eher von einem Art Kollektiv-Ego geprägt ist und in der das Bewusstsein und persönliche Freiheit durch die Vorgaben des Instinktes begrenzt werden. Mit dem 3. Chakra bilden wir einen eigenen Kern heraus: er ist der Sitz des Egos, des Kleines Ichs.

Hier entwickelt sich der eigene Wille. Wir emanzipieren uns aus dem kollektiven Unterbewussten und der gesellschaftlichen Konformität. Trotzdem basiert unsere Identität auf Konzepten, Glaubenssätzen und Konditionierungen aus unserer Erziehung. Das gilt auch dann,  wenn wir uns von diesen Vorgaben absetzen wollen und dagegen revoltieren.

Eine weitere Basis für die eigenen Entscheidungen ist die Ansammlung all unserer Erfahrungen. Manche von ihnen möchten wir wiederholen, vor anderen wollen wir uns schützen. Es entwickeln sich neuronale Bahnungen für unsere Antworten auf bestimmte Reize. Dies ist die Grundlage für unsere mechanischen Reaktionen. Wo in der Tierwelt Instinkte das Verhalten bestimmen, sind es bei uns unsere Gewohnheiten, denen wir unbewusst ausgeliefert sind, solange wir die höheren Stufen des Bewusstseins nicht erschlossen haben. Wir werden zu einer Persönlichkeit. Wir haben in unseren Interaktion mit der Welt eine Maske kreiert, die wir glauben zu sein.
     
Das Herzchakra ist die Brücke oder das Tor zwischen den drei niedrigeren Chakren und den drei höheren. Die unteren drei Chakren sind stark vom Überlebenswillen und der damit einhergehenden Bedürfnisse und Energien geprägt. Sie sind extrovertiert in ihrer Natur und geben uns den "drive" zum Leben. Die drei höchsten Chakren wiederum sind introvertiert und in ihrer Ausrichtung mehr zum Absoluten und zur Wahrheit orientiert. Das Herzchakra ist daher ein guter Wohnsitz für unser Bewusstsein, von wo aus wir sowohl nach aussen in die Welt gehen können, uns aber auch dem Göttlichen zuwenden können.

Auf dieser Ebene wird das Bewusstsein zum Beobachter, ein klärendes Wahrnehmen setzt ein und wir gelangen zu Erkenntnissen. Erst hier können wir beginnen von Bewusst-Sein zu sprechen. In allen vorherigen Stufen werden wir ständig von unbewussten und unterbewussten Energieimpulsen beeinflusst. Jetzt entsteht Raum und wir haben die Wahl, wie wir auf eine gegebene Situation antworten wollen.

Das  Selbst-Bewusstsein erlaubt uns jetzt unsere eigene Geschichte aus einer nicht identifizierten Position wahrzunehmen. Und so wird es auch jetzt erst möglich andere Menschen wirklich wahrzunehmen und somit spontanes Mitgefühl für andere zu entwickeln.

Die Identifizierung mit dem Kleinen Ich, mit seiner engen Begrenzung, fängt an sich aufzulösen. Hier dämmert uns, wie unser Bewusstsein sich identifiziert mit unsrem Ego-Mind-Gebilde, wie wir in einer Illusion leben, die uns abschottet von der Existenz.
Wenn das 5. Chakra erblüht und unser Bewusstsein diese Stufe vollkommen realisiert, werden wir ein ganz anderer Mensch: in der entstandenen Kristallisation werden wir zu einem einmaligen Ausdruck der Existenz und werden unbeirrbar durch äussere Einflüsse.

Jetzt zeigt sich unser wahres Zentrum. Es ist wie ein Meister, der Zugriff auf alle unseren anderen Funktionen hat oder wie ein Dirigent, der alle Instrumente harmonisch zusammen spielen lässt. Unser Leben wird von einer Kakaphonie zur einer Symphonie.

Wenn das 5. Chakra der Hauptsitz unseres Bewusstsein geworden ist, sprechen wir von Erwacht-Sein. Solange wir nicht erwacht sind, wollen wir uns andauernd beweisen das wir Jemand sind. Wir sind süchtig nach ständigen Identifizierungen.

Manchmal spricht man hier von Kristallisation, weil es jetzt in unserem Wesen eine Einheit und Ganzheit gibt. Alle inneren Konflikte sind aufgelöst.
Das 6. Chakra trägt den Namen Ajna, was "wahrnehmen", aber auch "befehlen" bedeutet.

Je mehr Energie in das Ajna Chakra fliesst, desto stärker steht uns eine aussergewöhnliche Klarheit und Willenskraft zur Verfügung.

Auf dieser Ebene nehmen wir die Realität des Seins wahr. Wir sehen uns selbst reflektiert in der Absoluten Realität. Wir werden auch Meister der Realität.

Seit dem Erblühen des 5. Chakras werden wir nicht mehr herumkutschiert, wir nehmen zunehmend selber den Fahrersitz ein. Die eigentliche, höchste Erkenntnis während der Entfaltung des 6. Chakra ist aber, dass der wahre Fahrer die Existenz selbst ist, die wir ungehindert durch uns fliessen lassen.
Bis zur 5. Stufe ist unser voller Einsatz gefragt, wir arbeiten gegen die Schwerkraft der unteren Chakren. Ab der 5. Stufe spüren wir eine neue Kraft, die uns zum Absoluten "hochzieht". Dies ist der Einfluss des 7. Chakras. Diese Kraft wird Gnade genannt. Wir werden beschenkt ohne unser Zutun.

Wenn jeglicher Identifikationsprozess zum Stillstand gekommen ist, verschwinden wir und das 7. Chakra öffnet sich. Jetzt kann die Gnade ohne Widerstand fliessen.